Bochette Weg durch die Brenta
© Klaus Christoph

Bochette Weg durch die Brenta

  • 24.07.2021
  • Hochtouren

Bochette Weg durch die Brenta

Der Bocchette-Weg in den Dolomiten gilt als einer der größten Klettersteigklassiker Europas. Auf vier Tagesetappen führte uns der Traumpfad durch die atemberaubende Bergwelt der Brenta.

Die Via delle Bocchette zählt zu den besten Klettersteigen Europas und gilt unter erfahrenen Alpinisten als absoluter Klassiker der Alpen. Der bereits in den 1930er Jahren angelegte Bocchette-Weg garantiert ein Klettersteigabenteuer der Superlative und ist ein Muss für jeden begeisterten Ferratista.
Auf der viertägigen Rundtour durch den Brentastock führte uns die Route von Rifugio zu Rifugio in zeitweise über 3000 m Höhe auf schmalen Felsbändern, entlang gähnender Abgründe, schroffer Felsen und auf luftigen Leitern vom Grostè-Pass durch das südliche Brentamassiv bis zurück nach Madonna di Campiglio.
Am ersten Tag dieser weltberühmten Himmelsleiter ging es gemütlich mit der Seilbahn hinauf auf den Passo del Grostè, von wo aus wir in einer guten Stunde den Einstieg des Sentiero Alfredo Benini am Fuße der Cima Grostè erreichten. Dieser führte uns an der Ostseite der Cima Falkner auf einem immer schmäler werdenden Band zur Cima Sella. Über einen steilen, drahtversicherten Steig ging es hinunter zum Rif. Tuckett. Am unteren Ende des Kars sieht man bereits die Hütte, auf der ein gemütlicher Einstiegstag seinen Ausklang fand.
Am nächsten Morgen wartete die Königsetappe auf uns. Am zweiten Tag stiegen wir auf die Bocca di Tuckett hinauf und folgten dem Brenta Hauptkamm auf dem Sentiero Bocchette Alte in einem fantastischen Auf und Ab über ausgesetzte Leitern und schöne Querpassagen auf den „Brentabändern“– Dolomitenfeeling der Extraklasse! - nach Süden zum Rifugio Alimonta. Dieser Abschnitt ist von vielen langen und teilweise extrem steilen Leitern geprägt, deren Höhepunkte die Scala degli Amici bzw. Scala degli Die (Götterleiter) bilden. Auch überschritten wir auf dem Bocchette Alte kurz die 3000er Marke.
Am dritten Tag ging es auf der Via delle Bocchette Centrale, dem berühmten Bänderklettersteig direkt ins Herz der Brenta mit der eindrucksvollen Felsnadel des Campanile Basso, die 450 m aus dem Kar ragt. Immer auf ganz schmalen aber gut gangbaren Felsbändern, die wie mit dem Lineal gezogen die Felswände teilen, gelangten wir zum Rifugio Pedrotti-Tosa.
Am letzten Tag standen der Sentiero Brentari und der Sentiero dell‘Ideale auf dem Programm. Beide Steige zählen zu den ältesten Brentasteigen und stellen den letzten Teil der Brentadurchquerung dar, die vor allem von den beiden Gletschern geprägt ist. Der Abstieg auf den d‘Ambiez Gletscher und der Beginn des Aufstieges zur Bocca d‘Ambiez gehören wegen des Gletscherrückganges zu den schwierigsten Passagen des gesamten Bocchette Weges. Auf dem Rifugio XII Apostoli angekommen, gönnten wir uns noch eine kurze Getränkepause, bevor es an den langen aber landschaftlich schönen Rückweg vorbei am Lago d`Agola zurück nach Madonna di Campiglio ging.
Führung: Christoph Klaus Teilnehmer: Regina und Peter Hammerl, Gabi und Ulrich Klose

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