Granitklettern im Ötztal vom 05. - 07.07.2019

Granitklettern im Ötztal vom 05. - 07.07.2019

  • Klettern

Kletterkurs „Von-der-Halle-an-den-Fels“

„Wie fühlt sich das Klettern am Fels in den Bergen im Vergleich zu Plastik-Klettern in der Halle eigentlich an?“
„Welche Techniken benötige ich überhaupt für das Klettern und Sichern am Fels?“
„Nach welcher Taktik gehe ich dabei vor?“
„Wie kann ich einen schnellen und sicheren Rückzug aus der Route durchführen und mich Abseilen?“

Bestimmt noch viele weitere Fragen gingen den zwei Teilnehmern Kathrin und Stefan wohl durch den Kopf bei den Planungen und Vorbereitungen zum Kurs „Von der Halle an den Fels“. Hoch motiviert wollen Sie ihre Kenntnisse aus der Kletterhalle endlich in der Natur am Fels einsetzen und erweitern. Das Ötztal mit seinen zahlreichen und vielseitigen Klettergärten bietet sich hierfür als hervorragendes Kurs-Gebiet an.
Zum Kurseinstieg und Kennenlernen zwischen Trainerin und den Teilnehmern wurden bei einem gemeinsame Grill-Abend im „basecamp“ – der schöne Ötztaler Natur-Camping in Huben - bereits erste Kursinhalte besprochen und über Gott und die (Kletter-)Welt geplaudert.
Am Samstag Früh ging es dann los Richtung Sölden zum ersten Klettergarten nahe der Moosalm, am Fuße des Brunnenkogels auf 1.695 m Meereshöhe inmitten der Ötztaler Bergwelt. Sowohl Einsteiger als auch Kletter-Profis finden hier sehr schöne Routen im rot-grauen Granit.
Beim Zustieg behandelten wir die obligatorischen Naturschutz-Themen, welches Outfit zweckdienlich ist und selbstverständlich auch „how-to-shit-in-the-rocks“.
Oben angekommen wurde dann zunächst der Granit „beschnuppert“ am Toprope-Seil, das bequem über den darüberliegenden Klettersteig an den Umlenkern eingehängt werden konnte. Bald stellte sich heraus, dass die Teilnehmer bereits sehr gute Klettertechniken einsetzen und schnell gingen wir zum Vorstieg über. Hierzu gehört z.B. die richtige Ausrichtung der Express-Schlingen, das korrekte Clippen, der Seilverlauf usw.
Am Nachmittag waren dann sämtliche Sicherungstechniken an der Reihe, die zum Rückzug aus der Route gehören, wie Umbauen, Ablassen sowie Abseilen mit Prusik-Rücklaufsperre oder Seilzugsicherung. Nach dem Einstudieren am sicheren Boden konnten die Techniken ausgiebig an kurzen Übungsrouten trainiert werden, immer unter der Beobachtung durch die Trainerin, die sich an den Umlenkungen positionierte.
Der Sonntag startet zunächst mit etwas Regen, so dass die Zeit mit einer Theorieeinheit genutzt wurde, bis die Routen im Fels abgetrocknet waren: Im Gemeinschaftsraum des Campingplatzes wurden sicherheitsrelevante Themen wie Materialeigenschaften, Seilrisse oder Karabinerbruch gemeinsam erörtert und ausgiebig diskutiert.
Mittags kam die Sonne wieder zum Vorschein und schnell eilte die kleine Gruppe zum nahegelegenen Klettergarten Oberried. Das Programm lautete, die am Vortag gelernten Abläufe beim Umbinden und Abseilen in steiler Höhe von 24 Metern abzurufen und ausgiebig zu trainieren. Hier wurde gleich auf die Probe gestellt, ob der „Haupt-Klettermuskel“ – nämlich der Kopf bzw. die Psyche – mitspielt. Als plötzlicher Wind ein heranziehendes Gewitter ankündigte, bewiesen beide Teilnehmer, dass Sie den Herausforderungen beim Sportklettern im Gebirge durchaus gewachsen sind. Schnelles und sicheres Abseilen und anschließend Kletterer sowie Material in Sicherheit bringen hat einwandfrei geklappt. Sie sind gut vorbereitet darauf, die „Komfortzone Kletterhalle“ zu verlassen.
Kursleitung: Katrin
Teilnehmer: Kathrin und Stefan

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